Besucher aus aller Welt überrollen Dachau
Besucher aus aller Welt überrollen Dachau
Leiterin der Gedenkstätte bittet um mehr Personal
Die personelle Ausstattung der KZ-Gedenkstätte Dachau bleibt hinter dem Ansturm von Besuchern aus aller Welt zurück. Das hat die Leiterin Barbara Distel in einem epd-Interview beklagt. Fast 800.000 Besucher aus über 150 Ländern der Welt besuchen pro Jahr die Gedenkstätte im ersten von den Nazis errichteten Konzentrationslager, das Modell für alle weiteren Stätten der Vernichtung wurde.
Die Besucher, davon die Hälfte Deutsche, kämen mit einer Fülle von unterschiedlichen Fragen und Wünschen. Ihr Interesse gelte nicht nur dem Erinnern, sondern auch der Beschäftigung mit Menschenrechtsverletzungen in der heutigen Welt, sagte Distel. Reger Austausch finde seit der europäischen Wende mit Besuchern aus Osteuropa statt, denen man zum Teil auch helfen konnte, Ansprüche nach den Entschädigungsgesetzen geltend zu machen. "Wir brauchen dringend weitere Mitarbeiter, vor allem für die pädagogische Arbeit", so Distel, die die Gedenkstätte seit fast 30 Jahren leitet.


