Asylbewerber weisen Essenspakete zurück
Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern
Asylbewerber weisen Essenspakete zurück
Flüchtlingsorganisation: Teurer als Barauszahlung
Rund 60 Bewohner einer Asylunterkunft in München haben am Dienstag die Annahme von Essenspaketen verweigert. Damit soll der Forderung Nachdruck verliehen werden, Essensgeld statt Lebensmittelpakete auszuteilen, wie die Flüchtlingshilfsorganisation "Karawane" am Dienstag erklärte. Dies sei bis 1999 üblich gewesen. Dann habe die Regierung von Oberbayern die Stadt gezwungen, auf Essenspakete umzustellen.
Die Einheitsverpflegung könne von Asylsuchenden mit Gesundheitsproblemen nur teilweise gegessen werden. Andere dürften aus religiösen Gründen einzelne Lebensmittel nicht verzehren. Die Verteilung der Pakete erfordere eine aufwendige Logistik und sei teurer als die Barauszahlung, so die Flüchtlingsorganisation.
(Artikel vom 03.05.2005)


