"Kitt der Gesellschaft"
"Kitt der Gesellschaft"
Jahresempfang von Regionalbischöfin Breit-Keßler würdigt Ehrenamtliche
Als "Kitt der Gesellschaft" hat der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) Menschen bezeichnet, die sich ehrenamtlich in der Seelsorge engagieren. "Sie sind Stütze und Mutmacher an den Stellen der Gesellschaft, wo es nicht angenehm ist, hinzugehen", sagte der CSU-Politiker auf dem Jahresempfang der Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler in der Allerheiligenhofkirche, der Münchner Residenz.
Die Bedeutung von Seelsorge betonte auch Christoph Hillenbrand, Regierungspräsident von Oberbayern. In vielen Notlagen sei geschenkte Zeit und ein offenes Ohr ebenso wichtig wie materielle Hilfe. Ehrenamtliche in Besuchsdiensten bewahrten andere damit auch "vor seelischer Vereinsamung". Christine Strobl, zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt, bezeichnete das Engagement in Gefängnis- oder Telefonseelsorge, in Hospizarbeit oder Altenheim-Besuchsdiensten als unverzichtbar für "das Klima des solidarischen Miteinanders, das München nach wie vor auszeichnet".
Die besten Seelsorgenden seien die, "die Tiefen und Abgründe des Lebens kennen", sagte Regionalbischöfin Breit-Keßler. Sie dankte den zahlreichen Ehrenamtlichen unter den rund 400 Gästen des Empfangs, weil sie "in menschlicher Nähe und notwendiger Distanz" für andere da seien. Der 6. Jahresempfang der Münchner Regionalbischof stand unter dem Motto "Mit Leib und Seele" und würdigte Ehrenamtliche, die sich in Altenheimen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Suchteinrichtungen, Hospizen, Schulen und Kriseninterventionsteams um Menschen in seelischen Nöten kümmern.


