Übereinstimmung bei bioethischen Fragen

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Übereinstimmung bei bioethischen Fragen

Die Grünen in Bayern und die evangelische Landeskirche warnen gemeinsam vor einem Missbrauch gendiagnostischer Verfahren. Beide Seiten betonten bei einem Treffen, dass heimliche Vaterschaftstests verboten bleiben müssten und Versicherungen keine Auskünfte über genetische Daten erhalten dürften, hieß es in einer Pressemitteilung.

Die ständige Vertreterin des Landesbischofs, Susanne Breit-Keßler, lobte außerdem das Engagement der Grünen-EU-Politikerin Hiltrud Breyer im EU-Parlament. Sie habe sich konsequent gegen das Vorhaben der Europäischen Kommission ausgesprochen, erblich bedingte seltene Krankheiten "auszumerzen". Breit-Keßler, die auch Münchner Regionalbischöfin ist, machte deutlich, dass sie für die Würde jedes individuellen menschlichen Lebens unabhängig von Entwicklungsstand und Fähigkeiten eintrete.

Weitere Gespräche zwischen evangelischer Kirchenleitung und Grünen-Politikern zum Verhältnis Kirche und Staat, Organspenden sowie Bildungspolitik seien bereits vereinbart worden, hieß es weiter.

(Artikel vom 28.07.2009)