Kirchenmusiker pochen auf künstlerisches Profil -
Kirchenmusiker pochen auf künstlerisches Profil -
"Unterschied zum Gemeindepädagogen" - Jahreskonvent in Rothenburg
ie evangelische Kirchenmusik darf ihr künstlerisches Profil nicht zugunsten von gemeindepädagogischen Aufgaben verlieren. Das hat Landeskirchenmusikdirektor Michael Lochner beim Jahreskonvent der hauptamtlichen Kirchenmusiker in Rothenburg gefordert.
"Der gitarrespielende Diakon ist für uns keine Konkurrenz", sagte Lochner. Musik in der Kirche müsse an künstlerischen Kriterien ausgerichtet bleiben und dürfe nicht mit der Arbeit von Religions- oder Sozialpädagogen vermengt werden. Die Leistung der Kantoren könne von keiner anderen Berufsgruppe innerhalb der Kirche erbracht werden, so Lochner.
Zur Entwicklung der Landesstellenplanung berichtete der Landeskirchenmusikdirektor, dass inzwischen etwa 90 Prozent der hauptamtlichen Kantorinnen und Kantoren "auf gesicherten Stellen" säßen. Elf Kirchenmusikern drohe allerdings im Jahr 2011 die Kündigung, weil ihre Stellen dann nicht mehr dauerhaft gesichert seien.
Im nächsten Landesstellenplan ab 2011 bleibe die Kirchenmusik von weiteren Stellenkürzungen verschont. "Von kirchenmusikalischem Kahlschlag kann keine Rede sein", betonte Lochner. Unter dem Strich gebe es heute sogar zwei hauptamtliche Kantoren mehr als noch vor einigen Jahren.
Kopfschmerzen bereitet dem Landeskirchenmusikdirektor ein "schleichender Rückzug der Qualifikation" bei den nebenamtlichen Chorleitern und Organisten. Langfristig werde das auch zu einem Qualitätsabbruch im Hauptamt führen: "Wenn unten zu wenig nachkommt, wird es oben auch eng."Im evangelischen Bayern gibt es rund 120 hauptamtliche Kantorinnen und Kantoren, die in den Diensten von Kirchengemeinden und Dekanaten stehen.")


