Kirchentags-Kollekte für soziale Projekte
Kirchentags-Kollekte für soziale Projekte
Spendenvergabe aus zentralen Gottesdiensten beim Laientreffen 2010 entschieden
Afghanische Kriegsopfer, Zwangsprostituierte aus Osteuropa und Straßenkinder in Afrika und Lateinamerika sollen aus den Kollektenmitteln der drei Hauptgottesdienste beim Zweiten Ökumenischen Kirchentag 2010 in München (ÖKT) unterstützt werden. Dies beschloss der gemeinsame ÖKT-Vorstand. Bei der Entscheidung habe man Projekte ausgewählt, "die die gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung der Christen" unterstreichen, erklärte der evangelische Kirchentagspräsident, Professor Eckhard Nagel.
Die Kollekte des Eröffnungsgottesdienstes soll demnach einem gemeinsamen Projekt von "Caritas International" und "Diakonie Katastrophenhilfe" zugute kommen, welches Kriegsopfer in Afghanistan psychosozial betreut. Mit den Geldeinnahmen aus dem Schlussgottesdienst unterstützt werden sollen der ökumenische Friedensdienst "Eirene", der vertriebene Jugendliche in Burundi zu Handwerkern und Landwirten ausbildet, sowie Straßenkinderprojekte des katholischen Hilfswerk Adveniat und der Kindernothilfe in Lateinamerika.
Die Kollekte der zentralen ökumenischen Feier an Christi Himmelfahrt ist den Angaben zufolge bestimmt für eine ökumenische Fachberatungsstelle des Diakonischen Werkes Bayern für die Opfer von Frauenhandel. Das Thema Zwangsprostitution solle so ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden, erläuterte der katholische ÖKT-Präsident, Hans Joachim Meyer. Zum Zweiten Ökumenischen Kirchentag, der vom 12. bis 16. Mai nächsten Jahres in München stattfindet, werden mindestens 100.000 Dauerbesucher erwartet.


