Katholische Bischöfe und Russisch-Orthodoxe wollen Dialog fortführen

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Katholische Bischöfe und Russisch-Orthodoxe wollen Dialog fortführen

Zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und der Russischen Orthodoxe Kirche soll es künftig regelmäßig theologische Gespräche geben. Das vereinbarten katholische Bischöfe und Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche zum Abschluss eines Treffens in Kloster Weltenburg bei Kehlheim, wie die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag in Bonn mitteilte. Künftig wollen sich Katholiken und Russisch-Orthodoxe alle zwei Jahre treffen. Das nächste Gespräch finde 2011 in Russland statt, hieß es.

Auf katholischer Seite leitete die Gesprächsrunde der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, der Vorsitzender der bischöflichen Ökumenekommission ist. An der Spitze der russisch-orthodoxen Delegation stand Erzbischof Feofan von Berlin und Deutschland.

Einvernehmen besteht den Angaben zufolge weiter darin, dass zwischen den Zuständigkeiten von Kirche und Staaten unterschieden werden muss, zugleich aber eine Zusammenarbeit im Sinne des Gemeinwohls notwendig ist. Unterschiede in der ethischen Urteilsbildung auf orthodoxer und katholischer Seite seien nicht in theologischen Abweichungen, sondern in der verschiedenartigen historischen und kulturellen Situation der Kirchen bedingt.

Zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Moskauer Patriarchat war es kürzlich zu Spannungen gekommen. Auslöser waren Ankündigungen aus dem Kirchlichen Außenamt des Patriarchats, nach der Wahl von Bischöfin Margot Käßmann zur EKD-Ratsvorsitzenden die zwischenkirchlichen Kontakte auszusetzen. Unterdessen gab es aus Moskau verschiedentlich Signale des Einlenkens.

(Artikel vom 10.12.2009)