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Veröffentlicht auf EPV - Evangelischer Presseverband für Bayern (http://www.epv.de)

Afghanistan Einsatz: Bischof Friedrich verteidigt EKD-Ratsvorsitzende Käßmann

Afghanistan Einsatz: Bischof Friedrich verteidigt EKD-Ratsvorsitzende Käßmann

Der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich hat die umstrittenen Äußerungen der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann zum Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan verteidigt. Bischöfin Käßmann habe zurecht die betont, dass zuerst alle Möglichkeiten einer friedlichen Konfliktbewältigung ausgeschöpft werden müssten, bevor militärische Gewalt angewendet werde. Nach dem Verständnis der Kirche und der christlichen Friedensethik müsse der Einsatz von Gewalt immer das "äußerste Mittel" bleiben.

Für den Aufbau des Landes sollte statt in militärische Aktionen in Bildung investiert werden, sagte Friedrich, der auch Leitender Bischof des Kirchenbundes Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ist. Die Bekämpfung der Taliban sei jedoch ohne militärische Gewalt nicht möglich. Dadurch werde wiederum "Gegengewalt" erzeugt.

Zur Afghanistan-Debatte ist nach Auffassung des Vizepräses der EKD-Synode, Günther Beckstein, ein Wort der Kirchen sinnvoll. Denn der Auftrag der Kirchen sei, "Anwalt für das Leben" zu sein, sagte der frühere bayerische Ministerpräsident in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Zu den konkreten Äußerungen Käßmanns ist Beckstein, der auch Mitglied der bayerischen Landessynode ist, jedoch auf Distanz gegangen. Das Amt einer Bischöfin sei nicht das "Amt eines Verteidigungsministers". (00011/07.01.10)

(Artikel vom 07.01.2010)

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http://www.epv.de/node/5092