Bayerisches Bündnis für Toleranz zieht erste Bilanz

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Bayerisches Bündnis für Toleranz zieht erste Bilanz

Landesbischof Friedrich lädt zu festlichem Empfang nach Bad Alexandersbad

Das "Bayerische Bündnis für Toleranz ? Demokratie und Menschenwürde schützen" blickt auf drei Jahre erfolgreicher Arbeit zurück. Bei einem Empfang am Donnerstag (14. Januar) um 18 Uhr im Evangelischen Bildungszentrum Alexandersbad wird der Vorsitzende des Bündnisses, der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich, eine erste Bilanz ziehen. Er hatte sich maßgeblich für die Gründung des Bündnisses eingesetzt. Die Landeskirche hat in Bad Alexandersbad 2006 zudem eine Projektstelle gegen den Rechtsextremismus eingerichtet.

Den Festvortrag an dem Abend wird Landtagspräsidentin Barbara Stamm halten. Weitere Redner sind der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (beide CSU). An dem Empfang wirken auch Michael Kohlstruck vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin sowie der Wunsiedler Bürgermeister Karl Willi Beck (CSU) mit, wie das Bündnis mitteilte.

Beck und seine Stadt haben in den vergangenen Jahren mit ihrem demokratischen Widerstand gegen rechtsextreme Umtriebe ein bundesweit beachtetes Signal gegeben. Nach Beobachtung der Leiterin der bayerischen Projektstelle, Simone Richter, setzen sich immer mehr Menschen und Organisationen offensiv mit der Thematik auseinander. "Es sind in den letzten Jahren effiziente Netzwerke entstanden, und auch die Arbeit an den Schulen wächst", sagte Richter dem epd. Mit kreativen, bunten Aktionen und der Unterstützung von Initiativen und Kommunen sei die Projektstelle maßgeblich an der Sensibilisierung der Bevölkerung für das Problem rechter Gewalt beteiligt.

Dem Bayerischen Bündnis für Toleranz gehören laut Richter, die auch die Geschäfte für das Bündnis führt, gegenwärtig 29 Institutionen und Organisationen an. Die beiden großen Kirchen sind in ihm ebenso vertreten wie die Israelitischen Kultusgemeinden, das bayerische Innenministerium und das Kultusministerium, der Bayerische Landtag, die Gewerkschaften und die Arbeitgebervertretung sowie Lehrerverbände.

Internet: www.bayerisches-buendnis-fuer-toleranz.de

(Artikel vom 12.01.2010)