Diakoniepräsident Markert: Politik muss sich mehr an Werten orientieren

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Diakoniepräsident Markert: Politik muss sich mehr an Werten orientieren

Jahresempfang des Diakonischen Werks Bayern in München

(Sperrfrist: Montag, 20. Juni, 1630 MESZ)

Der Präsident des Diakonischen Werks Bayern, Ludwig Markert, hat eine stärkere Orientierung der aktuellen Politik an den Grundwerten der Gesellschaft gefordert. "Wer Würde und Gerechtigkeit nicht zur Richtschnur seines politischen Handelns macht, arbeitet am Werteverlust unserer Gesellschaft mit", sagte Markert beim Jahresempfang der Diakonie in München.

Kritik äußerte Markert an der Diskussion um die Kosten in der Kinder- und Jugendhilfe oder die Finanzierung der Altenpflegeausbildung. Es entspreche nicht seiner Vorstellung, wenn "in der Altenpflege 3.200 Ausbildungsplätze benötigt werden, aber eine gesetzliche Umlagefinanzierung nicht möglich scheint", sagte Markert.

Markert betonte in seiner Ansprache vor rund 300 Gästen den Willen und die Bereitschaft der Diakonie, sich an den notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen zu beteiligen. Als Beispiele nannte er die Einsparungen im Bezirk Schwaben und die Überarbeitung des eigenen Tarifsystems.

(Artikel vom 20.06.2005)