Aichacher Pfarrer klagt gegen seine Kirche
Aichacher Pfarrer klagt gegen seine Kirche
Seit einem Jahr darf Markus Berndt keinen Dienst mehr tun
Die Anwälte des evangelischen Aichacher Pfarrers Markus Berndt kämpfen in der nächsten Runde vor dem kirchlichen Verwaltungsgericht für ihren Mandanten. Seit genau einem Jahr darf der 45-jährige Seelsorger nicht mehr in seiner Gemeinde im Dekanat Augsburg Dienst tun. Ein Widerspruch gegen Berndts Versetzung in den "Wartestand" sei im Dezember erfolglos gewesen, sagte Rechtsanwalt Sebastian Rommel (Augsburg) am Dienstag dem epd. Die Kirche hatte Berndt nach Konflikten mit dem Kirchenvorstand "nicht gedeihliches Wirken" vorgeworfen.
Neben der juristischen Auseinandersetzung mit der bayerischen Landeskirche gebe es aber gleichzeitig Verhandlungen mit dem Landeskirchenamt und dem Dekanat über eine "konstruktive Lösung", teilten Rommel und Dekanatssprecherin Irmgard Hoffmann mit. Der "Pfarrer im Wartestand" wohnt weiterhin im Aichacher Pfarrhaus. Er gehe derzeit keiner Tätigkeit nach, so sein Anwalt.
Wegen der juristisch ungeklärten Lage kann die vakante Stelle momentan nicht wiederbesetzt werden. Der zweite Aichacher Pfarrer, der nun allein für die Gemeinde mit rund 4.000 Mitgliedern zuständig ist, wird mittlerweile von einem Diakon mit einer halben Stelle unterstützt.


