Münchner Universitätsgesellschaft ehrt Soziologen Bruno Latour
Münchner Universitätsgesellschaft ehrt Soziologen Bruno Latour
Der französische Soziologe und Philosoph Bruno Latour hat am Montag den mit 25.000 Euro dotierten Kulturpreis der Münchener Universitätsgesellschaft erhalten. Die Jury begründete ihre Entscheidung nach Angaben der Ludwig-Maximilians-Universität damit, dass "Latour zu den einflussreichsten, intelligentesten und gleichzeitig populärsten Vertretern der Wissenschaftsforschung gehört."
Der 1947 geborene Soziologe gilt als herausragender Vertreter der sogenannten Akteur-Netzwerk-Theorie. Dieses soziologische Konzept setzt sich mit der Bedeutung und den Folgeerscheinungen von wissenschaftlichen und technischen Innovationen auseinander. Latour ist derzeit Professor und Vizepräsident der Hochschule Sciences Po in Paris. Die Laudatio bei der feierlichen Preisverleihung hielt der Rektor der Staatlichen Hochschule für bildende Künste (Städelschule) Frankfurt, Daniel Birnbaum.
Der Kulturpreis der Münchener Universitätsgesellschaft wurde 2008 erstmals an den Soziologen Mike Davis für dessen Untersuchungen der Gesellschaftsstrukturen und der urbanen Entwicklung in seiner Heimat Südkalifornien vergeben. Damit ausgezeichnet werden sollen herausragende Persönlichkeiten aus den Bereichen Literatur, Kunst oder Geisteswissenschaften, "die in einer die breite Öffentlichkeit ansprechenden Art und Weise als Künstler oder Wissenschaftler in Erscheinung getreten sind." (0204)


