Beckstein zu Käßmann-Rücktritt: "Es ist ihre Entscheidung, die ich respektiere"

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Beckstein zu Käßmann-Rücktritt: "Es ist ihre Entscheidung, die ich respektiere"

Mit Bedauern hat Günther Beckstein, Vizepräses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ehemaliger bayerischer Ministerpräsident, auf den Rücktritt der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann reagiert. "Es ist ihre Entscheidung, die ich respektiere", sagte Beckstein am Mittwoch auf Anfrage von epd.

"Von mir aus hätte sie bleiben können", fügte Beckstein an. Nach evangelischem Amtsverständnis sei ein Bischof oder eine Bischöfin auch nur ein fehlsamer Mensch. Verfehlungen führten nicht automatisch zu einem Amtsverzicht. Auch wenn eine Trunkenheitsfahrt mit 1,5 Promille natürlich keine Kleinigkeit sei.

Beckstein erinnerte daran, dass Käßmann im Unterschied zu ihrem Vorgänger Wolfgang Huber, der ein disziplinierter Intellektueller gewesen sei, stets eine "tiefe Menschlichkeit" habe durchblicken lassen. Beckstein: "Käßmann hat ergreifende Predigten gehalten".

Beckstein schätzt, dass der 14-köpfige Rat der evangelischen Kirche demnächst eine andere Persönlichkeit in den Ratsvorsitz wählen werde. Eine Alternative wäre, bis Oktober abzuwarten, wenn die nächste Synode tagt. (0308)

(Artikel vom 24.02.2010)