Gegen Ausweitung der Ladenöffnungszeiten
Nürnberger "Allianz für den freien Sonntag" protestiert
Die Nürnberger "Allianz für den freien Sonntag" hat sich gegen die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten auf vier verkaufsoffene Sonntage in Nürnberg gewandt. Bis heute hätten die Sonntagsöffnungen keinen Aufschwung im Einzelhandel erzeugt, erklärte der mittelfränkische DGB-Vorsitzende Stephan Doll zum Internationalen Tag des freien Sonntags am 3. März.
Leidtragende des gescheiterten Experiments seien die Beschäftigten und ihre Familien. Norbert Feulner vom evangelischen Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt verwies auf eine EU-Studie, wonach Sonntagsarbeit gesundheitsschädlich ist. Als positive Beispiele nannte die Allianz die Städte Würzburg und Ingolstadt. In Ingolstadt gebe es überhaupt keine Verkaufssonntage, und in Würzburg habe der Stadtrat erst vor wenigen Tagen einen zweiten verkaufsoffenen Sonntag abgelehnt. Die "Allianz für den freien Sonntag" ist ein Bündnis von Gewerkschaften und Kirchen. (0347)