Versöhnungskirche Dachau: Ausstellung erinnert an Häftlingstransporte
Der Leidensweg von 139 Gefangenen aus dem Konzentrationslager Dachau, die in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs in Richtung Alpen verschleppt wurden, steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung der evangelischen Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte in Dachau. Die Schau "Rückkehr ins Leben - Der Leidensweg prominenter KZ-Häftlinge" ist von Sonntag, 7. März, bis 27. April zu sehen, teilte die Versöhnungskirche mit.
Die Ausstellung porträtiert das Leben einzelner Gefangener wie beispielsweise von Pfarrer Dietrich Bonhoeffer und Martin Niemöller oder vom ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg. Sie dokumentiert die Stationen des Transports, der schließlich in Niederdorf in Südtirol endete. Dort wurden die Gefangenen vom Wehrmachtshauptmann Wichard von Alvensleben aus der Gewalt der SS befreit und ins Hotel "Pragser Wildsee" gebracht. Die endgültige Befreiung durch US-amerikanische Soldaten erfolgte am 4. Mai 1945.
Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der "Stiftung 20. Juli 1944", dem Zeitgeschichtsarchiv "Pragser Wildsee" und der Gemeinde Niederdorf organisiert. Sie ist von Dienstag bis Samstag von 10 bis 16 Uhr und am Sonntag von 12 bis 13 Uhr zu sehen. (0355)
Internet: www.versoehnungskirche-dachau.de [1]