Bavaria-Chef Kleine vorläufig beurlaubt - Neue Vorwürfe
Bavaria-Chef Kleine vorläufig beurlaubt - Neue Vorwürfe
Noch am Freitag der vergangenen Woche hatten Bavaria-Aufsichtsrat und -Gesellschafterversammlung unerlaubte Schleichwerbung in Bavaria-Produktionen über einen langen Zeitraum festgestellt, verurteilt und daraus mehrfach personelle Konsequenzen gezogen. Kleine war zunächst wegen "Organisationsversagen" nur abgemahnt worden.
Jetzt aber sollen neue Vorwürfe aufgetaucht sein. Der gekündigte ehemalige "Marienhof"-Chefproduzent Stephan Bechtle wehrt sich gegen den Eindruck, er sei einer der Hauptverantwortlichen in der Affäre. Vielmehr sei er von "anderer Stelle" in arbeitsrechtlich relevanter Weise zu den unerlaubten Nebengeschäften mit einer Münchner Schleichwerbeagentur veranlasst worden. Bechtles Anwalt bestätigte dem epd diese Entgegnung sinngemäß.
Der 52-jährige Kleine führt die Geschäfte der Bavaria seit Februar 1994. Zuvor war er Fernsehspielredakteur des NDR und geschäftsführender Gesellschafter der Neuen deutschen Filmgesellschaft (NdF) gewesen. Kleine ist Honorarprofessor für Fernsehproduktion und hat sich als Produzent zuletzt mit dem ARD-Dreiteiler "Speer und Er" einen Namen gemacht.


