Synagogen-Gedenkband Mittelfranken ist fertig
Dreibändiges Denkmal jüdischen Lebens in Bayern
Die Dokumentation jüdischen Lebens in Bayern vor der Nazi-Zeit kommt voran. Unter dem Titel "Mehr als Steine..." beschreibt der jetzt erschienene zweite Teilband "Mittelfranken" des Synagogen-Gedenkbandes Bayern auf 800 Seiten die Geschichte der Synagogen und privaten Beträume, die es um 1930 in Mittelfranken gab. Die Neuerscheinung wird am Sonntagabend in der Universität Erlangen präsentiert.
Bereits 2007 hat der Kunstverlag Josef Fink (Lindenberg im Allgäu) den ersten Teilband mit den Synagogen in Oberfranken, Niederbayern, Oberbayern, Schwaben und der Oberpfalz herausgebracht. Der dritte und letzte Band mit den unterfränkischen Synagogen soll in den nächsten Jahren folgen.
Den Kern des publizistischen Großprojektes bilden 210 Ortsbeiträge. Sie stellen in Wort und Bild die jüdischen Gemeinden und ihre Synagogen bis zur Zerstörung in der Reichspogromnacht von 1938 vor. Die bisher umfassendste Gesamtschau jüdischen Lebens entstand in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Archivaren und Heimatforschern. Sie wurde vom bayerischen Staat und der evangelischen Landeskirche entscheidend gefördert.
Buchhinweis: "Mehr als Steine -Synagogen-Gedenkband Bayern", Teilband 2: Mittelfranken. 808 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Kunstverlag Josef Fink (Lindenberg i. Allgäu). (0410)