Missbrauch wird Thema beim Kirchentag
Missbrauch wird Thema beim Kirchentag
Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in Kirche und Gesellschaft wird Thema beim 2. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) in München sein. Dazu solle es zwei zentrale Veranstaltungen geben, kündigten die Organisatoren bei der Programmvorstellung am Mittwoch an. In einer ersten Runde solle die gesamtgesellschaftliche Problematik von Missbrauch in Familien, Vereinen und Verbänden diskutiert und bestimmte Situations- und Persönlichkeitsmuster herausgearbeitet werden.
Eine zweite Runde werde die konkrete Thematik in der katholischen Kirche behandeln, erläuterte der katholische Kirchentagspräsident Alois Glück. Auch der Beauftragte für Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, werde an den Veranstaltungen teilnehmen. Darüber hinaus werde es ein psychologisches Begleitangebot geben, um Menschen zu unterstützen, die anlässlich des Kirchentages über persönliche Missbrauchserfahrungen sprechen wollten, ergänzte Eckhard Nagel, evangelischer Präsident des Kirchentages.
Ob die zurückgetretene Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, am 2. ÖKT teilnehmen wird, ist weiter unklar. Die Termine, für die sie in ihrer Funktion als Ratsvorsitzende angefragt war, wird Präses Nikolaus Schneider, der amtierende EKD-Ratschef übernehmen. "Für alle anderen Termine bleibt unsere Einladung an Frau Käßmann bestehen", sagte Nagel.
Der 2. Ökumenische Kirchentag findet vom 12. bis zum 16. Mai 2010 in München statt. Zu den fast 3.000 Veranstaltungen werden mehr als 100.000 Besucher erwartet. (0413)
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