Evangelische Initiative "Leben jetzt. Und ewig": Kirche in Nürnberg will Hoffnung stiften

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Evangelische Initiative "Leben jetzt. Und ewig": Kirche in Nürnberg will Hoffnung stiften

Unter dem Motto "Leben jetzt. Und ewig" will die evangelische Kirche in Nürnberg zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Glaubensfragen anregen. Im Mittelpunkt sollen die Themen "Auferstehung" und "Hoffnung" stehen, erklärte Stadtdekan Michael Bammessel am Dienstag in Nürnberg. Die für zwei Jahre geplante Glaubensinitiative soll an Ostern starten.

Jahrelang habe sich die evangelische Kirche in Nürnberg vor allem mit Struktur- und Finanzdebatten beschäftigt. "Aber das ist doch nicht das, worum es uns eigentlich geht", sagte Bammessel. Vielmehr erwarteten die Menschen von der Kirche Zuspruch, Trost und Halt in elementaren Fragen des Lebens. Ziel der Initiative sei es daher vor allem, Hoffnung zu stiften.

In einem Testlauf hat sich die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Nürnberg-Langwasser bereits intensiv mit dem Projekt auseinandergesetzt. "Wenn Menschen über die Quelle ihrer Hoffnung nachdenken, setzt das ungemein viel positive Energie frei", stellte Pfarrerin Griet Petersen fest.

Bestandteile von "Leben jetzt. Und ewig" sind Gottesdienste, Vorträge, Konzerte und sozialdiakonische Vorhaben wie das Wohnprojekt FRIDA für Alleinerziehende mit Kindern oder eine Fahrradwerkstatt für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen. Impulse für Gespräche über Tod und Ewigkeit sollen auch Kunstinstallationen in den Innenstadtkirchen geben. Mit Gottesdiensten, einer "Hip Hope"-Andacht und Glaubenskursen beteiligt sich die Jugendkirche LUX an der Initiative.

Gestartet wird "Leben jetzt. Und ewig" mit ausgewählten Ostergottesdiensten in der ganzen Stadt. Werbeträger von Kirchenfahnen bis hin zu bedruckten Streichholzschachteln sollen das Augenmerk auf die Initiative lenken. Als Logo dient ein Schmetterling - ein uraltes christliches Auferstehungssymbol. Bis zum Abschluss der Aktion am Ewigkeitssonntag 2011 wollen die Verantwortlichen persönliche Hoffnungsberichte aus der Stadt sammeln und in einem Buch mit "Nürnberger Hoffnungsgeschichten" zusammenfassen.

Internet: www.evangelisch-glauben.de (0469)

(Artikel vom 16.03.2010)