Der Pisa-Streit der Reformationszeit

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Der Pisa-Streit der Reformationszeit

Germanisches Nationalmuseum bereitet Ausstellung über Bildungsreform vor

Der Streit um die Pisa-Studie hat das Germanische Nationalmuseum Nürnberg zu einer Ausstellung über die Bildungsdebatten vergangener Jahrhunderte angeregt. Am 17. November eröffnet es die Ausstellung "Mit Milchbrei und Rute - Familie, Schule und Bildung in der Reformationszeit". Schon um 1500 sei eine ähnliche Bildungsdebatte wie heute entbrannt, erklärte Ausstellungsleiter Daniel Hess am Montag.

Für Hess war die Pisa-Debatte Anlass, in den Beständen des Museums nach Spuren der Bildungsreform an der Wende vom Mittelalter zur frühen Neuzeit zu suchen. Seine Funde belegten, dass bereits damals der unmittelbare ökonomische Nutzen der Ausbildung im Mittelpunkt gestanden habe, sagte er. Die Ausstellung will die Debatten anhand von Erziehungsbüchern, Gemälden, Skulpturen und Alltagsobjekten anschaulich machen. Kooperationspartner bei Ausstellung und Begleitkatalog sind Experten der Humboldt-Universität Berlin, der Uni Erlangen-Nürnberg und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel.

(Artikel vom 25.07.2005)