EAK-Landesvorsitzende Friedrich: Mangelnde Religionsfreiheit in Türkei
EAK-Landesvorsitzende Friedrich: Mangelnde Religionsfreiheit in Türkei
Der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CSU (EAK), Ingo Friedrich, hat den Umgang der Türkei mit der Religionsfreiheit kritisiert. So hätten christliche Religionsgemeinschaften immer noch keine eigene Rechtspersönlichkeit, heißt es in einer Pressemitteilung vom Freitag in Gunzenhausen.
Als weitere Kritikpunkte nannte Friedrich, der auch Vizepräsident des Europäischen Parlaments ist, die Konfiszierung und den Verkauf von Eigentum christlicher Gemeinden und die unbeantwortete Frage nach der Ausbildung von Geistlichen. Die Türkei sei deshalb "meilenweit davon entfernt, die Kriterien für den Beginn von Beitrittsverhandlungen mit der EU zu erfüllen".
Selbst der zuständige EU-Kommissar Olli Rehn habe in einem Brief an die türkische Regierung erklärt, dass ein gesetzlicher Rahmen, der die Religionsfreiheit in der Praxis garantiere, fehle. Dies bedeute nichts anderes, als dass "die Religionsfreiheit in der Türkei noch nicht einmal auf dem Papier existiert", so Friedrich.


