"Ein Minimum an Selbstbestimmung ermöglichen"
"Ein Minimum an Selbstbestimmung ermöglichen"
Flüchtlingsorganisationen kritisieren erneut Ausgabe von Essenspaketen
In einem Brief an die bayerische Sozialministerin Christa Stewens, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, haben Flüchtlingsorganisationen erneut die Ausgabe von Essenspaketen an Asylbewerber kritisiert. Damit würden Menschen "zu verwalteten Objekten degradiert und ihnen ihre Würde und ihr Recht auf Selbstbestimmung genommen". Die Auszahlung von Geld würde den Flüchtlingen "ein Minimum an Selbstbestimmung ermöglichen", heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Bayerische Flüchtlingsorganisationen hatten vor einigen Monaten eine Protestaktion gegen Essenspakete in einer Münchner Asylbewerberunterkunft begleitet. Die bayerische Praxis, landesweit nur Essenspakete auszugeben, wenn Leistungsbezieher in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, entspringe einer engen Auslegung des Asylbewerberleistungsgesetzes, erklären die Flüchtlingsorganisationen. Die Novellierung von 1997 habe den Ermessensspielraum für die Auszahlung von Geldleistungen an Flüchtlinge "erheblich erweitert".


