Breit-Keßler: "Es geht um Schutz der Lebensgrundlagen"
Breit-Keßler: "Es geht um Schutz der Lebensgrundlagen"
Zu gegenseitigem Respekt in der Diskussion um die geplante 3. Startbahn am Münchner Flughafen hat die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler beim einem Schweigemarsch am Sonntag in Freising aufgerufen. »Die Diskussion muss offen und transparent geführt werden, niemand darf von Beratung und Entscheidungswegen ausgeschlossen sein«, sagte die Theologin, die auch ständige Vertreterin des Landesbischofs ist, in ihrer Schlussrede vor dem Protestzug.
Breit-Keßler unterstrich, dass »ökonomische wie ökologische Nachhaltigkeit entscheidende Kriterien" einer verantwortungsvollen Politik seien. Den Christen in der Region sei es wichtig, dass Wirtschaftswachstum nicht auf Kosten der natürlichen Ressourcen gehe. "Ich teile ihre Überlegungen«, sagte die Regionalbischöfin.
Die »verständliche Sorge" der Menschen in der Region Freising müsse bei den Planungen der 3. Startbahn ernst genommen werden. "Es geht um Politik, die dem Schutz von Lebensgrundlagen verpflichtet ist«, so Breit-Keßler.
Die ökumenische Aktion »Lichterzeichen- 2 Bahnen reichen« wurde 2006 von evangelischen und katholischen Christen in Freising ins Leben gerufen und lädt seither jeden Sonntag zu einem Schweigemarsch ein. (0821)


