Fußabdruck als Umweltbotschafter

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Fußabdruck als Umweltbotschafter

Schüler treten beim Kirchentag für die Schöpfung ein

Er ist bunt und etwa drei Meter lang: der "gläserne Fuß" aus dem Bayerischen Wald, der Kirchentagsbesucher in München zur Schöpfungsbewahrung aufrufen will. "Der ökologische Fußabdruck zeigt, wieviel Wasser und Land zur Versorgung eines Menschen oder eines Staates benötigt werden", erklärt Lukas Laux, Bildungsreferent des Nationalparks Bayerischer Wald.

Gemeinsam mit Schülern und Religionslehrern aus Grafenau beteiligt sich Laux während des 2. Ökumenischen Kirchentages, der am Mittwoch beginnt, an der Podiumsdiskussion "Bewahrung der Schöpfung kennt keine Grenzen". Seit Wochen schon bereiteten sie sich auf die Veranstaltung vor, sagte die Mitorganisatorin und Grafenauer Pfarrerin Sonja Schuster dem epd. "Die Schöpfung ist eine Gabe Gottes, die nicht zerstört werden darf." Dazu seien mehr Anstrengungen von Jung und Alt nötig.

Mehr als 90 Schüler aus Grafenau machen laut Schuster bei der Kirchentagsdiskussion am Freitag (12. Mai) im Zentrum Familie mit. Sie werden dem Podium um Moderator Willi Weitzel aus der BR-Fernsehreihe "Willi wills wissen" Fragen stellen, auf die sie im Religionsunterricht gestoßen sind.

Über Schöpfung und Ökumene hätten sie viel geredet, erzählt Schuster, die auch als Religionslehrerin an Realschule und Gymnasium unterrichtet. Auch ihre Kollegen hätten Kinder und Jugendliche von der Grundschule bis hin zu Grund- und Leistungskurs Religion auf den Kirchentag eingestimmt. Nun wollten sie Antworten auf ihre Fragen, etwa von Kultus-Staatssekretär Marcel Huber und Karl Friedrich Sinner von der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald.

Als Symbol für Umweltengagement soll der riesige Fußabdruck aus Glas dienen. Er setzt sich aus verschiedenen Segmenten zusammen, die je ein Land dieser Erde repräsentieren. Darauf eingebrannt ist der ökologische Fußabdruck der jeweiligen Nation.

Der "gläserne Fuß" entstand 2008 im Bayerischen Wald während eines internationalen Jugendlagers zur Vorbereitung der 9. UN-Naturschutzkonferenz im selben Jahr in Bonn. Im Oktober wird er nach Japan zur 10. Konferenz reisen. "Die Botschaften des Kirchentags werden mit im Gepäck sein", weiß Laux. Die Bewahrung der Schöpfung kennt keine Grenzen. (0889)

(Artikel vom 10.05.2010)