Haderthauer warnt vor Kürzungen bei der Jugendsozialarbeit-
Haderthauer warnt vor Kürzungen bei der Jugendsozialarbeit-
Erste Jugendwerkstatt Bayerns feiert 35-jähriges Bestehen
Die bayerische Arbeits- und Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hat davor gewarnt, Gelder für Jugendsozialarbeit zu kürzen. "Jugendarbeit muss auch bei schlechter Haushaltslage auf eine verlässliche und kontinuierliche Unterstützung bauen können", sagte die Ministerin anlässlich des 35-jährigen Bestehens der ersten Jugendwerkstatt Bayerns, der "Jungen Werkstatt" in Augsburg.
"Kreisverkehre und Umgehungsstraßen kann man nach hinten schieben", so die Sozialpolitikerin, "aber für die Jugendlichen gehen Chancen verloren, die nie wieder kommen." Es würde auch den älteren Generationen zugutekommen, die Jugend heute zu fördern. Zudem lobte Haderthauer die "Junge Werkstatt" für ihren "Pioniergeist". Die Einrichtung der evangelischen Kirche in Augsburg habe für die Jugendsozialarbeit in ganz Bayern Impulse gegeben.
Der Geschäftsführer der Jugendsozialarbeit in Bayern, Kurt Braml, sagte, in Zukunft würden Jugendliche in immer schwierigere Lebenssituationen kommen. "Dafür brauchen sie unsere spezielle Unterstützung." Jugendarbeitslosigkeit werde sich nicht erledigen, so Braml.
Die Augsburger Stadtdekanin Susanne Kasch hob hervor, dass Jugendliche in der "Jungen Werkstatt" nicht auf ihre Schwächen und ihre Vorgeschichten festgelegt würden. "Man gibt ihnen eine Perspektive", lobte sie. "Das Reich Gottes ist keine Eliteveranstaltung, sondern an ihm sollen alle teilhaben können."
In der "Jungen Werkstatt" können junge Menschen, die anderweitig keine Berufschancen haben, Ausbildungen als Gärtner, Schneider, Schreiner, Maler und Schlosser machen. Rund 850 Personen hätten in den vergangenen 35 Jahren einen Abschluss in der Einrichtung gemacht, so Peter Leinauer, der die "Junge Werkstatt" seit 35 Jahren leitet. Derzeit absolvieren dort 36 Jugendliche eine Ausbildung, 16 sind in einer Qualifizierungsmaßnahme. (0975)


