Itzel-Preis an Schwester Lea Ackermann verliehen

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Itzel-Preis an Schwester Lea Ackermann verliehen

Die Ordensschwester Lea Ackermann hat den mit 50.000 Euro dotierten Itzel-Preis der Münchener Itzel-Stiftung erhalten. NRW-Frauenminister Armin Laschet (CDU) würdigte die Gründerin der Frauen-Hilfsorganisation "Solwodi" bei der Preisverleihung am Mittwochabend in Aachen als "Schwester Courage". Ackermann ist vor allem durch ihren Einsatz gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel bekanntgeworden. "Sie haben engagiert, mutig, entschlossen und vor allem mit großer Ausdauer der dunklen Kehrseite der Globalisierung den Kampf angesagt", sagte Laschet laut Redetext in seiner Laudatio auf die 73-jährige Preisträgerin.

Die von dem in Essen geborenen Geschäftsmann Julius Itzel (1905-1974) gegründete Itzel-Stiftung verleiht den Preis seit 2003. Gewürdigt werden damit laut Satzung "profilierte Einzelleistungen oder ein gesellschaftsprägendes Lebenswerk von Personen, deren Haltung und Wirken die Werte christlicher Humanität, Moral und Ethik widerspiegeln". Bisherige Preisträger waren die Lepra-Ärztin Ruth Pfau (2003) und der Rosenheimer Missionar Pater Sebastian Obermaier (2005).

Lea Ackermann, die seit 1960 Mitglied im Orden der "Weißen Schwestern" in Trier ist, hatte "Solwodi" ("Solidarity with women in distress/Solidarität mit Frauen in Not") 1985 in Kenia als Ausstiegsprojekt für Frauen und Mädchen aus der Elendsprostitution gegründet. Seit 1988 engagiert sich die Organisation mit Sitz im rheinland-pfälzischen Boppard mit 42 fest angestellten Frauen in zwölf Beratungsstellen und sieben Schutzwohnungen auch in Deutschland. Zu den Forderungen von Solwodi gehören die Abschaffung abhängiger Beschäftigung von Prostituierten sowie die strafrechtliche Verfolgung jeder Eingriffe in ihr Selbstbestimmungsrecht und ihre Handlungsfreiheit.

Internet: www.solwodi.de (1051)

(Artikel vom 02.06.2010)