Ermittlungen gegen zwei Pfarrer wegen sexuellen Missbrauchs eingestellt
Ermittlungen gegen zwei Pfarrer wegen sexuellen Missbrauchs eingestellt
Staatsanwaltschaft Hof: Übergriffe gegen Konfirmandinnen sind verjährt
Die Ermittlungen gegen zwei evangelische Pfarrer aus Oberfranken wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger sind eingestellt worden. Dies bestätigte der Leitende Hofer Staatsanwalt, Gerhard Schmitt, am Mittwoch dem epd.
In beiden Fällen, die im Frühjahr bekannt wurden, seien die Taten seit 1979 beziehungsweise seit 1999 verjährt. Daher sei "wegen der bestehenden Verfahrenshindernisse keine strafrechtliche Ahndung mehr möglich", sagte Schmitt.
Die Hofer Staatsanwaltschaft hatte gegen einen früheren Oberkirchenrat in Hof und gegen den bisherigen Gemeindepfarrer von Sparneck (Landkreis Hof) ermittelt. Beiden wurde laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft zur Last gelegt, mehrfach "sexuelle Handlungen an einem Kind begangen zu haben".
Die Vorwürfe hätten sich im Zug der Ermittlungen bestätigt, sagte Schmitt dem epd weiter. Die Taten ereigneten sich nach seinen Angaben im Fall des Oberkirchenrates in der Zeit zwischen Sommer/Herbst 1964 bis Juli 1965, im Fall des Gemeindepfarrers von Mitte 1983 bis 1985.
Bei den beiden Opfern habe es sich um Konfirmandinnen gehandelt, die zu Beginn der Übergriffe jünger als 14 Jahre gewesen seien. Die sogenannte Verfolgungsverjährung sei in beiden Fällen jeweils mit der Vollendung des 28. Lebensjahrs - zehn Jahre nach dem 18. Geburtstag - der Opfer eingetreten, so Schmitt. Ohne diese Verjährungsfrist wäre es in beiden Fällen sicher zu einer Anklage gekommen, sagte der Leitende Staatsanwalt. (1089)


