Endzeitvisionen von Beckmann im Schlossmuseum Murnau

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Endzeitvisionen von Beckmann im Schlossmuseum Murnau

Die Endzeitvisionen von Max Beckmann sind Thema einer Sonderausstellung im Schlossmuseum von Murnau, die von 22. Juli bis 7. November zu sehen ist. Präsentiert wird der Zyklus "Apokalypse", den Beckmann nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten im Jahr 1941 in Amsterdam schuf. Die Druckwerke seien ein "zeitloses Manifest der Hoffnung und des Überlebenswillens", heißt es in einer Mitteilung des Museums vom Dienstag.

Max Beckmann (1884-1950) wurde von den Nationalsozialisten als "entartet" bezeichnet und 1933 fristlos von der Städelschule in Frankfurt entlassen. 1937 floh Beckmann in die Niederlande und 1939 mit einem der letzten Schiffe in die Vereinigten Staaten. Aus dem Exil kehrte er nie wieder nach Deutschland zurück.

Die Schau stellt die Werke von Beckmann anderen Darstellungen gegenüber. Dazu gehören alte Blockbuch-Darstellungen aus dem Mittelalter, Albrecht Dürers Holzschnittfolge "Apokalypse des Johannes" und Lucas Cranachs Illustrationen zu Luthers "Das Neue Testament deutsch".

Internet: www.schlossmuseum-murnau.de (1347)

(Artikel vom 20.07.2010)