Justizministerin: Aktive Sterbehilfe ist Armutszeugnis für humane Gesellschaft

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Justizministerin: Aktive Sterbehilfe ist Armutszeugnis für humane Gesellschaft

Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) hat sich für ein staatliches Verbot der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen. "Aktive Sterbehilfe wäre ein Armutszeugnis für eine humane Gesellschaft", erklärte Merk am Mittwoch in München. Auch in der Endphase des Lebens dürfe das absolute Tötungsverbot nicht durchbrochen werden.

Der Staat dürfe sich nicht mit dem Verbot der aktiven Sterbehilfe begnügen. Er müsse den Menschen zugleich die Gewissheit geben, dass ihr persönlicher Wille auch am Lebensende ge- und beachtet werde. In Bezug auf Patientenverfügungen sei daher eine klare gesetzliche Regelung notwendig. "Wer nicht fürchten muss, gegen seinen Willen mit Apparaten und Maschinen ans Leben gebunden zu werden, bei dem wird selten der Wunsch nach einer aktiven Sterbehilfe entstehen", so Merk.

(Artikel vom 12.10.2005)