Bayerische Anti-Atom-Initiativen vernetzen sich
Bayerische Anti-Atom-Initiativen vernetzen sich
"Allianz für Atomausstieg und Klimaschutz" gegründet
Die bayerischen Anti-Atom-Initiativen haben sich noch stärker vernetzt. Am Montagabend wurde in München eine "Bayern Allianz 2010 für Atomausstieg und Klimaschutz" gegründet. 15 Bürgerinitiativen nahmen teil und verabschiedeten eine Grundsatzerklärung, in der eine Laufzeitverlängerung der fünf bayerischen Atomkraftwerke strikt abgelehnt und ein beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren Energien gefordert wird.
Alle fünf bayerischen Atomkraftwerke (AKW) an den Standorten Ohu bei Landshut, Grafenrheinfeld bei Schweinfurt und Grundremmingen zwischen Ulm und Augsburg "wären heute nicht mehr genehmigungsfähig", heißt es in der Erklärung. "Ihre Bauten gewährleisten keinen ausreichenden Schutz. Sie können weder sehr schweren Unfällen noch massiven Anschlägen standhalten."
Die Bayern-Allianz will sich regelmäßig treffen, das nächste Mal voraussichtlich am 3. September in Nürnberg. Am 14. September soll es eine Pressekonferenz der Allianz in München geben. Anti-Atomkraft-Demonstrationen in Berlin am 18. September und in München am 9. Oktober sollen unterstützt werden.
Als weiteres Ziel nannte Raimund Kamm, einer der Sprecher der Allianz und Sprecher der Anti-AKW-Initiative "Forum Grundremmingen", "über den Kreis der schon Informierten hinaus Unterstützer zu gewinnen". Besonders bei den Jugendlichen sei noch Aufklärung über die Risiken der Atom-Politik nötig. Die Allianz sucht auch den Kontakt zu kritischen Künstlern. Hans Well von den Biermösl-Blasn nahm an der Gründungsveranstaltung teil. (1391)


