Evangelisches Männerwerk in Bayern: Kirche für Männer uninteressant

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Evangelisches Männerwerk in Bayern: Kirche für Männer uninteressant

Für kirchlich distanzierte Männer spielt Kirche so gut wie keine Rolle mehr. Zwar sei bei den meisten Männern durchaus eine "spirituelle Dimension" zu erkennen, doch seien die meisten "auf Distanz zur Kirche" gegangen, ist das Ergebnis einer Interview-Studie des Evangelischen Männerwerks in Bayern laut Mitteilung vom Donnerstag.

Viele Männer empfinden das Leben als Kampf. In der "Suchbewegung nach Sinn" würden sich diese Männer in einer Pendelbewegung zwischen Fremd- und Selbstbestimmung erleben. Positive Gegenwelten würden Männer aber vor allem in der Natur erfahren. "Die Kirche und ihre Veranstaltungen hingegen werden nicht als eine mögliche Gegenwelt erachtet", so die Studie.

Als Reaktion auf diese Situation forderte der Landesarbeitskreis alle kirchlichen Mitarbeiter auf, das Gender-Bewusstsein zu stärken. "Wir brauchen mehr Angebote, damit Nachfrage entsteht und sich Männer mit ihren Fragen und Problemen im kirchlichen Veranstaltungsangebot wiederfinden", erklärte Landesgeschäftsführer Werner Lauterbach. Kirchliche Männerarbeit dürfe nicht weiter einer Beliebigkeit unterworfen bleiben.

(Artikel vom 13.10.2005)