Haderthauer lobt Nürnberger Demenzzentrum
Haderthauer lobt Nürnberger Demenzzentrum
Ministerin besucht Einrichtung der Diakonie Neuendettelsau
Als ein Modell mit Vorbildcharakter hat Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) das Kompetenzzentrum für Menschen mit Demenz der Diakonie Neuendettelsau in Nürnberg gelobt. "Das Zentrum liefert wichtige und weiterführende Ansatzpunkte für den Umgang mit Demenz", sagte Haderthauer bei einem Besuch am Mittwoch. Sie hob vor allem den ganzheitlichen Ansatz der Arbeit im Zentrum sowie die wissenschaftliche Begleitung hervor.
"Demenz ist die Zukunftsherausforderung", sagte die Ministerin weiter. In einiger Zeit werde es kaum jemanden geben, der nicht selbst oder in seiner Umgebung diese Krankheit erlebe. Die Pflegelandschaft müsse sich darauf einstellen und einen Paradigmenwechsel vollziehen. Dies sei bei der Nürnberger Einrichtung bereits geschehen. Das Angebot dort reiche von der Prävention bis hin zu Wohngruppen. Hermann Schoenauer, Direktor des Diakoniewerks, hob hervor, dass die Menschen im Zentrum nicht nach ihren Defiziten, sondern nach ihren Potenzialen betreut würden.
Das Kompetenzzentrum, das seit knapp vier Jahren besteht, bietet Demenzkranken und ihren Angehörigen eine lückenlose Versorgungskette. Diese reicht von Beratung über Gedächtnissprechstunden, Kurzzeit- und Tagespflege bis hin zur stationären Pflege in Hausgemeinschaften. Das Gebäude im neuen Nürnberger Stadtteil Tillypark ist nach aktuellsten Erkenntnissen der Alterswissenschaft organisiert.
Das Zentrum vernetzt alle Angebote für Menschen mit Demenz im Raum Nürnberg. Beteiligt sind außer der Diakonie die Angehörigenberatung Nürnberg, das Zentrum für Altersmedizin am Klinikum Nürnberg, das Institut für Psychogerontologie der Erlanger Universität sowie der bayerische Landesverband der Alzheimer Gesellschaft. (1403)


