Würzburger Festival will fairen Handel aus seiner Nische holen
Würzburger Festival will fairen Handel aus seiner Nische holen
Das zweite Würzburger Fair Trade Festival will den fairen Welthandel an diesem Wochenende (30. Juli bis 1. August) mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. "Spaß am Leben und verantwortliches Handeln sind keine Widersprüche", sagte die Initiatorin und Organisatorin des bayernweit einmaligen Festivals, Nandi Jain, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst epd. "Es ist schade, dass man überhaupt einen Begriff wie 'fairen Handel' braucht - eigentlich sollte fairer Handel selbstverständlich sein", erläuterte die Würzburger Ärztin.
Bis es so weit ist, will sie mit ihren Mitstreitern den Gedanken des gerechten Welthandels aus seiner Nische holen. Das Programm des nunmehr zweiten Festivals ist eine Mischung aus Bands und Vorträgen zu Themen wie den Landwirtschaftssubventionen der EU, der weltweiten Geldwirtschaft oder auch den Arbeitsbedingungen in Textilfabriken im fernen Osten. Zudem bieten Händler fair gehandelte Waren aus unterschiedlichen Bereichen an. "Von Babykleidung aus Bio-Baumwolle über Taschen, Wohn-Accecoires bis hin zu Bettwäsche bekommt man inzwischen fast alles aus fairem Handel", sagte Nandi Jain.
Die Idee zu dem Festival kam der Würzburger Ärztin bei einem ihrer Wochenendeinsätze in Großbritannien. In einer Stadt von der Größe Würzburgs hatten Fair-Trade-Initiativen ein zweiwöchiges Programm auf die Beine gestellt. Das erste Würzburger Festival im Jahr 2008 hatte Jain als Privatperson mit Unterstützung von mehreren Vereinen auf die Beine gestellt, inzwischen wurde ein eigener Festivalverein gegründet. Die Organisatorin erwartet am Wochenende bis zu 6000 Besucher jeden Alters auf der Bastion neben der Würzburger Jugendherberge. "Von 14 bis 75 Jahren war das letzte Mal alles dabei", sagte Jain.
Internet: fairtradefestival.blogspot.com (1406)


