Hochschule für Kirchenmusik plant Umwandlung der Studiengänge

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Hochschule für Kirchenmusik plant Umwandlung der Studiengänge

Ab 2011/12 Bachelor und Master als Studienabschlüsse für Kirchenmusiker

Die Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth strebt für das Studienjahr 2011/2012 die Umwandlung der bisherigen Studiengänge mit Diplomabschluss in Bachelor- und Master-Studiengänge an. Dies kündigte der Rektor der landeskirchlichen Ausbildungsstätte, Karl Rathgeber, bei einer Feier am Mittwoch an.

Rathgeber wies darauf hin, dass die kirchliche Hochschule ein entsprechendes Konzept für die neuen Abschlüsse dem Landeskirchenrat vorgelegt habe. Die Kirchenmusik sei kein kurzzeitlicher Event, sondern ein jahrhundertealtes Kulturgut. Von Landesbischof Johannes Friedrich sei sie als "Alleinstellungsmerkmal der evangelischen Kirche" herausgestellt worden.

Als Vertreter des Landeskirchenrats begrüßte Oberkirchenrat Helmut Völkel (München) die Pläne der Hochschule für die Umwandlung der Studiengänge. Das Anforderungsprofil dürfe jedoch nicht unter dem des bisherigen Diplomabschlusses liegen. Völkel nannte die Bayreuther Ausbildungsstelle "ein quicklebendiges Lernfeld" in der Mitte der Landeskirche.

Landeskirchenmusikdirektor Michael Lochner bescheinigte der kirchlichen Hochschule ein gestiegenes Ausbildungsniveau. Sie befinde sich heute auf Augenhöhe mit den staatlichen Musikhochschulen. Mit ihrer kirchenspezifischen Qualität weise sie jedoch über das reine Musikstudium weit hinaus. "Bayreuth ist das eigentliche Zentrum der kirchenmusikalischen Ausbildung in Bayern", so Lochner. Für 2011 stellte er für Absolventen verbesserte Anstellungsmöglichkeiten in der Landeskirche in Aussicht.

Bei der Feier wurde von Vertretern der Hochschule und der Landeskirche der 60. Geburtstag von Rektor Karl Rathgeber gewürdigt. Der gebürtige Offenbacher leitet seit 1994 die Bayreuther Ausbildungsstätte. Ohne seine entschiedenen Einsatz wäre die Aufwertung der früheren Fachakademie zur Hochschule möglicherweise nicht erfolgt, so Konrektor Wolfgang Döberlein. (1407)

(Artikel vom 29.07.2010)