Politischer Wille zur Bekämpfung von Hunger fehlt
Politischer Wille zur Bekämpfung von Hunger fehlt
Symposium zu Verteilungsgerechtigkeit in evangelischem Missionswerk
Fehlenden politischen Willen zur Bekämpfung des Hungers auf der Welt hat der Direktor des evangelischen Partnerschaftszentrums Mission EineWelt, Peter Weigand, kritisiert. Es gebe weltweit genügend Nahrung und am Know-how für die Verteilung mangele es auch nicht, erklärte Weigand beim Jahresempfang des Zentrums am Mittwoch in Neuendettelsau.
Mission EineWelt setze beim Kampf gegen Hunger auf die Stärkung des regionalen, fairen Handels mit nachhaltigen Produkten. Das Partnerschaftszentrum profitiere dabei von der guten Vernetzung mit den Partnerkirchen in den Ländern, die direkt vom Klimawandel und Nahrungsmangel betroffen seien, erklärte Weigand weiter. Die Rolle der Kirche in der Entwicklungszusammenarbeit lobte Uwe Kekeritz, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen. "Deren Engagement schafft ein öffentliches Bewusstsein für diese Problematik, das kann die Politik nicht alleine", so Kekeritz.
Unter dem Motto "Wir haben genug" findet noch bis zum Sonntag (1. August) ein internationales Symposium zum Thema Verteilungsgerechtigkeit in Neuendettelsau statt. Etwa 30 Gäste aus Partnerkirchen der evangelischen Landeskirche sind dafür den Angaben zufolge direkt von der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) gekommen, die am Dienstag in Stuttgart zuende ging.
Beim Jahresempfang des Partnerschaftszentrums waren rund 200 Gäste aus dem In- und Ausland vertreten. Der Empfang in der Nürnberger Innenstadt wurde von einem Chor aus Simbabwe musikalisch begleitet. (1410)


