Bayerischer Verdienstorden für frühere Synodalpräsidentin Heidi Schülke
Die ehemalige Synodalpräsidentin Heidi Schülke hat den Bayerischen Verdienstorden verliehen bekommen. Die blau-weiße Medaille wurde ihr am Donnerstag von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) im Rahmen einer Feierstunde in der Residenz München überreicht. Insgesamt bekamen 19 Frauen und 38 Männer den Orden als "Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern". Weitere Medaillen gingen an die Schauspielerinnen Hanna Schygulla und Suzanne von Borsody, den Musikproduzenten Ralph Siegel, den Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl sowie zahlreiche Politiker, wie Markus Söder (CSU), Johannes Singhammer (CSU) oder Marlene Rupprecht (SPD).
In seiner kurzen Ansprache würdigte Ministerpräsident Seehofer die Leistungen der Ordensträger. Die Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft prägten "unser Land und unsere Identität". Mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement setzten sie Impulse für eine handlungsfähige Demokratie. Zudem seien sie Vorbilder, die zeigten, wie mitgewirkt werden könne an einer "sinnstiftenden Verantwortungskultur".
Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll erinnerte in einer Presseerklärung an die Verdienste Schülkes. Es sei zu einem wesentlichen Teil Schülkes "umsichtiger und vermittelnder Leitung" zu verdanken, dass die dramatischen Einsparungen in der bayerischen Landeskirche im Jahr 2003 bewältigt wurden. Landesbischof Johannes Friedrich erklärte, die frühere Synodalpräsidentin sei für ihn "der Inbegriff von ehrenamtlichem Engagement auf allen Ebenen der Kirche".
Die 71-jährige Heidi Schülke war von 2002 bis 2008 Präsidentin der bayerischen evangelischen Landessynode und damit die erste Frau im Synodenpräsidium in der Geschichte der bayerischen Landeskirche. Sie war sechs Jahre Mitglied der VELKD-Synode und zwölf Jahre Mitglied der EKD-Synode. Sie ist Mitglied in den Kuratorien von Mission EineWelt, Neuendettelsau sowie des Frauenwerks in Stein. Darüber hinaus hat sie den Vorsitz im bayerischen Landesausschuss des Deutschen Evangelischen Kirchentags und arbeitet als Prädikantin in ihrer Heimatgemeinde in Coburg. (1411)