Diakonie soll näher an die Gemeinden rücken

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Diakonie soll näher an die Gemeinden rücken

Synodalpräsidentin Schülke kündigt neues Regelwerk an

Die Diakonie soll wieder näher an die Kirchengemeinden herangeführt werden. Dies kündigte die Präsidentin der evangelischen Landessynode, Heidi Schülke (Coburg), am Sonntag vor der Kronacher Dekanatssynode im oberfränkischen Unterrodach an. Die Diakonie als Hand der Kirche, habe "sich in den letzten Jahrzehnten aus den Gemeinden ein wenig herausgeschlichen", sagte Schülke. Bei der Frühjahrssynode 2006 in Bad Alexandersbad solle mit Hilfe eines gesetzlichen Regelwerkes die Verantwortung der Gemeinden für die Diakonie gestärkt werden.

In Unterrodach votierte Schülke auch für eine weitere Entbürokratisierung der Landeskirche. Außerdem müsse der strikte Sparkurs fortgesetzt werden. Die Landeskirche habe sich im Herbst 2002 in einer miserablen finanziellen Lage befunden, was zu drastischen Kürzungen geführt habe. Mit einer Verbesserung der finanziellen Situation rechnet die Synodalpräsidentin angesichts der Massenarbeitslosigkeit, der Altersstruktur der Bevölkerung und der Steuersenkungen nicht: "So wie es ist, wird es wohl auch bleiben."

(Artikel vom 17.10.2005)