Rechtsradikale Gäste werden nicht mehr bedient
Für Rechtsradikale und rassistische Gäste soll es in Regensburger Lokalen keinen Platz mehr geben. 85 Betreiber von Speiserestaurants über Fast-Food-Lokale bis zur Jugendkneipe in der Altstadt haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, wie die Mittelbayerische Zeitung (Mittwochsausgabe) berichtete. Unter dem Motto "Keine Bedienung für Nazis" machen die Wirte mobil gegen Rechts: "Nazis und andere Rassisten haben in unseren Räumen nichts zu suchen."
Anlass für die Initiative der Gastronomen war ein Überfall von Neonazis auf einen Barkeeper Ende Juni. Der Mann soll von mindestens sechs Skinheads geschlagen und getreten worden sein, weil er einige Tage zuvor einer farbigen Frau mit Kind gegen Beleidigungen von Neonazis beigestanden hatte. Der Barkeeper fand schließlich Schutz vor weiteren Angriffen in einem Imbiss. (1498)