Diakonie sieht knallharten Wettbewerb im sozialen Bereich

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Diakonie sieht knallharten Wettbewerb im sozialen Bereich

"Keine Vorrangstellung mehr für etablierte christliche Träger"

Die Diakonie muss sich auf eine Radikalerneuerung in den nächsten fünf Jahren einstellen, wenn sie zukunftsfähig bleiben will. Diese Auffassung äußerte der geschäftsführende Vorstand des Diakonischen Werks Bayreuth, Uwe Manert, am Montagabend bei der Mitgliederversammlung. Es gebe künftig keine Vorrangstellung mehr für etablierte Träger wie Diakonie und Caritas, sondern nur noch einen knallharten Wettbewerb. "Soziale Themen werden heute in der Gesellschaft ganz anders behandelt als noch vor zehn Jahren", sagte Manert.

Die Einführung der Vierzigstundenwoche zu Beginn des Jahrs 2005 hat nach Beobachtung des Diakonie-Geschäftsführers zu keinen größeren Reibungen geführt: "Wir hatten damit sehr wenig Ärger." Allerdings seien von der Arbeitsrechtlichen Kommission der Landeskirche weitere Änderungen geplant, die tiefere Einschnitte brächten. So solle künftig der Leistungsgedanke erheblich stärker betont und auch der Kündigungsschutz modifiziert werden - mit rund 800 Mitarbeitern gehört die Diakonie Bayreuth zu den größten Arbeitgebern der Region.

(Artikel vom 08.11.2005)