Evangelische Kirche ehrt drei Frauen mit Luther-Medaille 2010 - Günther und Marga Beckstein werden in Nürnberger Lorenzkirche die Laudatio halten

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Evangelische Kirche ehrt drei Frauen mit Luther-Medaille 2010 - Günther und Marga Beckstein werden in Nürnberger Lorenzkirche die Laudatio halten

Für ihr christlich motiviertes Bildungsengagement ehrt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in diesem Jahr drei Frauen mit der Martin-Luther-Medaille. Im Rahmen des Themenjahres "Reformation und Bildung" werden die ehemalige Rektorin der Albertville-Realschule in Winnenden, Astrid Hahn, sowie Barbara Lambrecht-Schadeberg und Cornelia Schäfer ausgezeichnet, wie die EKD am Donnerstag in Hannover mitteilte. Die Verleihung erfolgt bei der Reformationstagsfeier am 31. Oktober in der Nürnberger Lorenzkirche. Die Laudatio auf die drei Preisträgerinnen hält der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein zusammen mit seiner Frau Marga.

Die Schulleiterin Astrid Hahn habe nach dem Amoklauf in Winnenden, bei dem im März 2009 ein 17-Jähriger Schüler 16 Menschen tötete, Außerordentliches geleistet, heißt es zur Begründung. Hahn habe sich als Lehrkraft erwiesen, die sich engagiert für das Wohl der einzelnen Schüler und der Schulgemeinschaft einsetzt.

Die Unternehmerin Barbara Lambrecht-Schadeberg aus Krombach (Siegerland) hat 1994 aus privatem Vermögen die nach ihr benannte Stiftung errichtet, die nach dem Stiftungsrecht der Evangelischen Kirche von Westfalen wirkt. Die Stiftung habe zum Ziel, im Evangelium begründete Bildung und Erziehung zu fördern.

Dritte Preisträgerin ist Cornelia Schäfer, seit 2009 Schulleiterin der Evangelischen Grundschule Erfurt. Schäfer leitete zuvor 14 Jahre die Evangelische Grundschule in Gotha. Diese habe vorbildhaft zeigt, dass behinderte und nichtbehinderte Kinder gut gemeinsam lernen könnten. Auch an der Erfurter Grundschule werde auf die Integration behinderter Schüler besonderer Wert gelegt.

Mit der Martin-Luther-Medaille soll bis zum Reformationsjubiläum 2017 jährlich herausragendes Engagement für den deutschen Protestantismus gewürdigt werden. Bisherige Preisträger waren der evangelische Theologe und Liederdichter Klaus-Peter Hertzsch und Altbundespräsident Richard von Weizsäcker. (2173)

(Artikel vom 07.10.2010)