Kirchenmusikstudium wird reformiert
Kirchenmusikstudium wird reformiert
Künftig Bachelor und Master statt B- und A-Prüfung
Die 27 kirchlichen und staatlichen Ausbildungsstätten für Kirchenmusik in Deutschland wollen künftig für ihre Studierenden abgestufte Abschlüsse von Bachelor und Master einführen. Dies ist das Ergebnis einer Konferenz der Ausbildungsleiter, die am Dienstagabend in Bayreuth zu Ende ging. Konferenzleiter Prof. Christfried Brödel (Dresden) wies gegenüber epd darauf hin, dass auch die Kirchenmusiker am so genannten "Bologna-Prozess" nicht vorbeikämen. Diese Vereinbarung zielt auf die Einführung eines europaweit einheitlichen Systems mit abgestuften Hochschulabschlüssen ab.
Bisher schlossen Studierende nach acht Semestern mit der so genannten B-Prüfung für hauptamtliche Kirchenmusiker und nach weiteren vier Semestern mit der A-Prüfung ab. Eine Verlängerung des Studiums ist Brödel zufolge mit der künftigen Neuordnung nicht verbunden. Ab 2007 solle das Kirchenmusikstudium schrittweise auf das neue System umgestellt werden. "Die Anforderungen an Kirchenmusiker sind heute erheblich breiter als vor 25 Jahren", kommentierte Brödel die Reform. Mit ihr solle das Studium möglichst flexibel gestaltet und beispielsweise die Popularmusik und das Musikmanagement stärker berücksichtigt werden. Auch die katholische Kirche wird sich der Neuordnung anschließen.


