Landesbischof gratuliert Erzbischof Marx zur Verleihung der Kardinalswürde

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Landesbischof gratuliert Erzbischof Marx zur Verleihung der Kardinalswürde

Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich hat dem Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, zur Erhebung in den Kardinalsstand gratuliert. Die Auszeichnung "würdigt Ihre Arbeit im Erzbistum, die Veränderungen, die Sie eingeleitet haben und Ihr beherztes Handeln, auch gegen erheblichen Widerstand, in einer Zeit der Lähmung", erklärte Friedrich in einem Glückwunschschreiben vom Mittwoch. Papst Benedikt XVI. hatte bei der Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan für den 20. November ein Konsistorium angekündigt, in dessen Rahmen er insgesamt 24 neue Mitglieder in das oberste Kuriengremium aufnehmen will.

Der Landesbischof dankte Marx ausdrücklich für dessen "brüderliches ökumenisches Verhalten". Die beiden Bischöfe hatten im Mai gemeinsam den 2. Ökumenischen Kirchentag in München geleitet. Den Eröffnungsgottesdienst gestalteten Marx und Friedrich mit einer Dialogpredigt. Friedrich schloss sein Glückwunschschreiben mit dem Wunsch, dass Erzbischof Marx den eingeschlagenen Weg gut weiterführen könne, "damit aus den Veränderungen eine Erneuerung in den Gemeinden" ausgehe.

Auch der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg), gratulierte Marx. Zollitsch erklärte: "Dein vielfältiges Wirken als Weihbischof in Paderborn, als Bischof von Trier und nun als Erzbischof von München und Freising wird damit in besonderer Weise gewürdigt."

Reinhard Marx selbst erklärte, dass die Ernennung für ihn ein "Ansporn" und eine "Herausforderung" sei. Ein Kardinal stehe in Treue fest zum Heiligen Vater und habe ihn in seinem Dienst mit ganzem Einsatz zu unterstützen. "Das will ich gerne und mit Freude tun", sagte Marx. Mit Blick auf die Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern in katholischen Einrichtungen betonte der Erzbischof: "Gerade in dieser Zeit Kardinal zu sein, ist aber auch eine große Herausforderung." Die Erschütterungen der letzten Monate müssten Ausgangspunkt einer geistlichen Vertiefung unseres Glaubens und eines neuen Mutes zur Evangelisierung nach innen und außen werden. (1885)

(Artikel vom 20.10.2010)