Beckstein: Vorwürfe bei Landesbank-Debakel sind "persönliche Gemeinheit"
Beckstein: Vorwürfe bei Landesbank-Debakel sind "persönliche Gemeinheit"
Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) fühlt sich in der Diskussion um das Landesbank-Debakel persönlich verletzt und diffamiert. Über die nötige politische Auseinandersetzung hinaus sei es zu "persönlichen Gemeinheiten" gekommen, sagte Beckstein am Mittwochabend in Bad Birnbach bei einer Podiumsdiskussion mit dem bayerischen Landesbischof Johannes Friedrich. Bereits vor seiner Aussage heute (Donnerstag) im Untersuchungsausschuss des Landtags stehe schon die Anklage. Ein "Todesurteil vor der Aussage" habe mit Rechtsstaatlichkeit nichts mehr zu tun.
Wie Beckstein weiter sagte, hat er als Mitglied des Verwaltungsrates der Bayerischen Landesbank nach "bestem Wissen und Gewissen" entschieden. Trotzdem habe er wegen der Milliardenverluste der Bank "schlaflose Nächte". Es belaste ihn zutiefst, dass er zwar das Beste gewollt habe, aber dennoch ein "Riesenschaden" entstanden sei.
Der Ankauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) im Jahr 2007 hat bei der Bayerischen Landesbank einen Verlust von 3,7 Milliarden Euro verursacht, der aus Steuergeldern ausgeglichen werden muss. 2009 musste Österreich die HGAA verstaatlichen, um sie vor der Pleite zu bewahren. (1949)


