Eigene Stiftung für Seelsorge in Oberfranken

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Eigene Stiftung für Seelsorge in Oberfranken

Regionalbischöfin will seelische Not in Krisensituationen lindern

Die oberfränkische Regionalbischöfin Dorothea Greiner will im Kirchenkreis Bayreuth eine Seelsorge-Offensive auf den Weg bringen: Am Samstag, 20. November, um 18 Uhr wird auf ihre Initiative hin in der Bayreuther Erlöserkirche die Kirchliche Seelsorgestiftung Oberfranken errichtet. Ein finanzieller Grundstock ist mit über 100.000 Euro bereits geschaffen. Innerhalb von drei Jahren soll die Ausstattung der Stiftung eine Million Euro erreichen.

Auslöser für Greiners Überlegungen war die Streichung der landeskirchlichen Mittel für eine halbe Theologenstelle der Bayreuther Telefonseelsorge. Damit war der finanzielle Sonderstatus dieser Einrichtung beendet. Die evangelische Oberhirtin will nun eine unabhängige finanzielle Basis für ein Seelsorgenetz in Oberfranken schaffen. Neben der Telefonseelsorge sollen auch die Krankenhaus-, die Gemeinde- und die Notfallseesorge sowie die Seelsorge hinter Gefängnismauern von ihrer Initiative profitieren.

"Mit der Stärkung der Seelsorge in allen Dimensionen wollen wir dem Auftrag Jesu gerecht werden", so die Regionalbischöfin. Sie hat nach eigener Aussage bei einer Reihe oberfränkischer Dekanate eine große Spendenbereitschaft vorgefunden. Sie hofft nun auf Zustiftungen und steuerbegünstigte Vermächtnisse für diesen guten Zweck. Auch Menschen mit Distanz zur Amtskirche könnten sich nach ihrer Erwartung für dieses Projekt gewinnen lassen.

Der Bedarf an Seelsorge sei weit höher, als die Kirche erfüllen könne. Als Beispiel für gegenwärtige Defizite führt Dorothea Greiner den Krankenhausbereich an, der ihr besonders am Herzen liege. Seelsorge sei nach wie vor bei vielen Menschen höchst willkommen. "Zwar geschieht diese stille Arbeit von Mensch zu Mensch meist im Verborgenen, aber ihre Wirkung ist groß." (2045)

(Artikel vom 12.11.2010)