Diakoniepräsident Markert: HIV-Prävention ist wichtiger denn je

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Diakoniepräsident Markert: HIV-Prävention ist wichtiger denn je

Der Präsident des Diakonischen Werks Bayern, Ludwig Markert, hat davor gewarnt, die HIV-Prävention zu vernachlässigen. "Eine Neuinfektion kostet nach Zahlen der WHO in Deutschland 1,5 Millionen Euro", erklärt Markert in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung. Gleichzeitig seien die Mittel für Prävention von Stadt, Land und Bund verringert worden. Die Präventionsarbeit müsse "solide" ausgestattet werden, sagte Markert anlässlich des Welt-Aids-Tages.

Als Beispiel nannte Diakoniepräsident Markert die AIDS-Beratung Mittelfranken der Stadtmission Nürnberg. Sie erhalte keinerlei städtische Zuschüsse und habe derzeit eine jährliche Deckungslücke bei den Sachkosten von rund 15.000 Euro. Dies erschwere Präventionsprojekte oder innovative Konzepte. Um die Testbereitschaft auch bei heterosexuellen Bevölkerungsgruppen zu erhöhen, seien "immer neue Aufklärungswege über AIDS nötig", so Markert.

(Artikel vom 30.11.2005)