Klare Grenzen bei Gewalt
Klare Grenzen bei Gewalt
Gewalt-Expertin Steffes-enn fordert konsequentes Verhalten von Pädagogen
Gewalt und Aggression müssen nach Ansicht der Gewaltexpertin Rita Steffes-enn (rpt. Steffes-enn) für Täter Konsequenzen haben. "Gewalt darf sich nicht lohnen", sagte die Leiterin des Instituts für deliktbezogene Täterarbeit (IDT) am Mittwoch bei einer Fortbildungsveranstaltung der Diakonie in Amberg. Konsequentes Verhalten gegenüber möglichen Tätern sei der beste Opferschutz, so Steffes-enn, die auch stellvertretende Leiterin des Instituts Psychologie & Bedrohungsmanagement (I:P:Bm) in Darmstadt ist.
Schulen und öffentliche Einrichtungen riet die Sozialarbeiterin, gewaltbereiten jungen Menschen "klare Grenzen zu setzen." Steffes-enn, die jahrelang als Therapeutin mit Gewalttätern gearbeitet und Programme zu Täterarbeit und Deeskalation entwickelt hat, berichtete vor rund 50 Fachleuten aus Schulen, Justiz und Jugendarbeit von ihren Erfahrungen im Umgang mit Gewalttätern. Die bis Donnerstag dauernde Fortbildung befasst sich mit dem Thema "Konfrontative Pädagogik".
Anti-Aggressivitäts-Trainer und Präventionsmanager Markus Brand betonte, dass es in der "Konfrontativen Pädagogik" nicht darum gehe, Menschen zurückzuweisen. "Wir versuchen Täter zu verstehen, sind aber nicht einverstanden mit ihren Taten", stellte Brand klar, der das IDT zusammen mit Steffes-enn leitet. Tätern müsse ihre Verantwortung konsequent klargemacht werden. Dies geschehe beispielsweise durch die Teilnahme an einem Anti-Aggressivitätstraining. Brand ist zudem Leiter und Gründer des Deutschen Institutes für Konfrontative Pädagogik AAT und CT in Hamburg. (2300)


