Flutkatastrophe Botschaft Gottes
Flutkatastrophe Botschaft Gottes
CSU-Europapolitiker Friedrich plädiert für biblische Bewertung
Für den Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Ingo Friedrich (Gunzenhausen), verlangt das "biblische Ausmaß" der Flutkatastrophe von Südasien "auch eine biblische Bewertung". Wer das Alte und das Neue Testament als Gottes Wort verstehe könne aus dem schrecklichen Geschehen nur den Schluss ziehen, dass "der Herr über Leben und Tod" damit eine Botschaft an die Menschen richten wollte, so der CSU-Politiker in einer Presseerklärung.
Für Friedrich umfasst diese Botschaft Gottes fünf Punkte, "die sein Erdenvolk bitter ernst nehmen sollte". Deutlich werde der vorläufige Charakter aller menschlich organisierten Sicherheit. Letzte Sicherheit könne "nur der bieten, der von sich sagt: Ich bin der Herr dein Gott", heißt es in der Mitteilung.
Die Welt ist nach Einschätzung des Europapolitiker so klein geworden, dass die großen Probleme der Menschheit wie Frieden in Nahost, Schutz der Schöpfung und unfairer Wettbewerb um Arbeitsplätze nur noch gemeinsam gelöst werden könnten. Die Abkehr von kurzfristig egoistischen Einzelfalllösungen hin zu langfristigen Verhandlungslösungen unter Beteiligung aller Betroffenen sei unabdingbar.
Hilfe in Not müsse künftig "von uns allen als ständige Pflichtaufgabe verstanden werden", so der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CSU. Dies gelte für die Not von Katastrophenopfern ebenso wie für die Not von Menschen in der eigenen Umgebung. Weiter fordert der EU-Parlamentarier, "jede unkorrekte Bereicherung zu Lasten anderer, zu Lasten der Natur oder zu Lasten der nachfolgenden Generation in eigener Gewissensverantwortung unverzüglich zu beenden". Ein Appell, den er an die Angehörigen der Eliten in Politik und Wirtschaft ebenso richtet wie an jeden einzelnen Bürger.
Weiter sieht Friedrich in der Naturkatastrophe die Aufforderung Gottes an jeden Einzelnen, an seinem Platz am Aufbau einer "besseren Welt" mitzuarbeiten. Nicht nur im Alten Testament gebe es einen zornigen Gott, betont er, sondern auch im Neuen Testament, das den liebenden Gott nahe bringe. Unmissverständlich fänden sich dort die Worte "wenn Ihr nicht umdenkt, werdet Ihr alle auch so umkommen".


