Landesbischof Friedrich warnt vor Selektion menschlichen Lebens

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Landesbischof Friedrich warnt vor Selektion menschlichen Lebens

Landesbischof Friedrich hat in seiner Weihnachtspredigt davor gewarnt, über das menschliche Leben bestimmen zu wollen. Das Leben, beginnend mit der Verschmelzung von Samen und Eizelle, sei ein Geschenk Gottes und keine Verfügungsmasse der Menschen, sagte Friedrich beim Gottesdienst am ersten Weihnachtstag in der Münchner St. Matthäuskirche. Darum könne es auch kein "Recht auf ein Kind" geben, oder ein "Recht auf ein gesundes Kind".

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) überschreibe die Grenzen des ethisch verantwortbaren. Denn damit würden Embryos auf bestimmte Erbkrankheiten hin untersucht und Embryos vernichtet, die Anlagen zu Erbkrankheiten in sich tragen. Menschen dürften sich jedoch niemals anmaßen, zwischen "lebenswert" und "lebensunwert" zu unterscheiden und menschlichem Leben das Lebensrecht abzusprechen, betonte der Landesbischof.

Es sei für einen Christen nicht zu akzeptieren, wenn durch die Zulassung der PID von Rechts wegen ein Instrument geschaffen würde, "das erklärtermaßen das Ziel der Selektion" verfolge, so Friedrich. Gleichwohl verstehe er die Sorgen und Ängste von Eltern, die fürchteten, ein krankes oder behindertes Kind zu bekommen. In diesen schwierigen Situationen stünden Gemeinden und Beratungsstellen den Betroffenen nach Kräften zur Seite. (2356)

(Artikel vom 25.12.2010)