Landesbischof sieht Religionsunterricht bedroht

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Landesbischof sieht Religionsunterricht bedroht

Friedrich: Erschwerte Bedingungen in zusammen gewürfelten Klassen

Der Religionsunterricht an den bayerischen Schulen hat nach Auffassung von Landesbischof Johannes Friedrich unter erschwerten Bedingungen zu leiden. Beim traditionellen Neujahrsempfang der Forchheimer CSU betonte Friedrich am Sonntag, dass der Religionsunterricht einen Beitrag zur Werte- und Gewissensbildung in den Schulen leiste. In zusammen gewürfelten Gruppen von über dreißig Schülerinnen und Schüler sei dies nicht mehr sinnvoll möglich.

Nach Äußerung von Friedrich sollte der Staat von sich aus an guten Bedingungen für den Religionsunterricht interessiert sein, "es sei denn, er will entgegen der Verfassungslage in einer Art Staatsbürgerkunde die Werte selbst bestimmen und die Gewissen darauf hin bilden". Ebenso gefährlich für das Humanum wäre nach Einschätzung des Landesbischofs ein staatlicher Verzicht auf Wertevermittlung und Gewissensbildung. Damit würden junge Menschen für Ideologien anfälliger.

Im Vorfeld des Forchheimer CSU-Neujahrsempfangs hatte es von Seiten der SPD kritische Stimmen über die Teilnahme Friedrichs als Redner gegeben. Die CSU warf darauf hin der SPD fehlendes Fingerspitzengefühl vor. Friedrich selbst sagte hierzu, er folge gerne der Einladung aller demokratischen Parteien und "einer Partei, die sich so positiv zur Kirche geäußert hat, besonders gern".

(Artikel vom 09.01.2005)