Beckstein rechnet mit etwa 180 Flutopfern aus Bayern

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Beckstein rechnet mit etwa 180 Flutopfern aus Bayern

Naturkatastrophe habe "Respekt vor dem Schöpfer" gelehrt

Die Flutkatastrophe nach dem Seebeben in Südasien ist nach Aussage von Innenminister Günther Beckstein die größte Katastrophe, die Bayern seit dem Zweiten Weltkrieg getroffen hat. Es sei mit etwa 180 Opfern aus dem Freistaat zu rechnen, sagte Beckstein bei einem Neujahrstreffen in den Christlichen Gästehäusern in Bischofsheim/Rhön am Wochenende. Die unglaubliche Gewalt der Naturkatastrophe habe gezeigt, "wie klein der Mensch ist", und sie habe "Respekt vor dem Schöpfer" gelehrt.

Der Minister würdigte die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe seien zudem zahlreiche gesellschaftliche Gegensätze zurücktreten. Es gehe nun darum, weiterhin alles Menschenmögliche zu unternehmen, um noch größere Opferzahlen zu vermeiden.

Die Frage, ob er auch in diesem Jahr an Faschingsveranstaltungen wie der TV-Prunksitzung "Fastnacht in Franken" teilnehmen werde, bejahte Beckstein. Im Leben gehörten Freud und Leid eng zusammen. Der Fasching habe eine wichtige Funktion, um das traurige Geschehen der letzten Wochen zu verarbeiten und Kraft zu finden, weiter zu helfen, sagte er.

(Artikel vom 09.01.2005)